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Martha, unsere Namenspatronin

Sie ist für uns immer facettenreicher geworden. Die biblische Martha ist zum einen die gastfreundliche Hausherrin. Sie beherbergt, stärkt und umsorgt den damals schon angefeindeten Rabbi Jesus samt seinen SchülerInnen.

Sie ist zum anderen die glaubensstarke Frau. Sie tritt Jesus entgegen, diskutiert mit ihm, befragt ihn, formuliert in ganz eigener Weise, was Glaube und Spiritualität für sie bedeuten. Wie Petrus erkennt und bekennt sie in ihm den Christus. In der katholischen Kirche ist das Christusbekenntnis des Petrus die Grundlage für das Amt des Papstes. Theoretisch könnte Marthas Christusbekenntnis die Grundlage für das Amt einer Päpstin sein. Aber wir sind und bleiben protestantisch und üben uns lieber ein in das PriesterInnentum aller Gläubigen.

Zum dritten ist Martha für uns ein Symbol kraftvoller Integration.
Unser Logo zeigt Martha als Drachenbändigerin.
Sie tötet den Drachen nicht, sie bändigt ihn mit Weihwasser,
Kreuz und ihrem Gürtel.
So macht sie sich seine Kräfte dienstbar.
Der Drache hat ja mit der Schlange zu tun
und die hat es im Christentum bekanntlich nicht leicht.
In der Martha-Symbolik ist der Drache noch
kein Freund, die Schlange ist noch nicht erlöst,
aber der Weg der Integration ist beschritten.

(Im Vorraum unserer Kirche, der zugleich
der Vorraum zur Offenen Jugendarbeit ist,
wurde unser Logo eigenwillig und kraftvoll
ins Bild gesetzt).

Hier können Sie die Festschrift zu Einweihung
der Martha-Kirche
von 1904 herunterladen.